Serge Nathan Dash Menga Nsibu (geboren 1977) ist ein deutscher politischer Aktivist kongolesischer Abstammung. Seine Kritik am Verhalten von Zuwanderern in Deutschland und an der Politik der Bundesregierung im Rahmen der Flüchtlingskrise brachte ihm als ehemaligen Flüchtling mit dunkler Hautfarbe bundesweit Aufmerksamkeit von Medien und Politik ein.

Im Alter von fünf Jahren zog Menga mit seiner Familie vom Kongo nach Europa. Nach Stationen in Frankreich, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden kam er mit elf Jahren nach Deutschland. Als er 13 Jahre alt war, beschloss seine Familie, in ihre Heimat zurückzukehren, da sein Vater keine berufliche Perspektive für sich sah. Menga selbst wollte jedoch nicht zurück, wurde vom Jugendamt in eine deutsche Pflegefamilie vermittelt und konnte so in Moers bleiben. Er schloss die Schule ab, absolvierte bei der RAG eine Ausbildung zum Energieelektroniker und war einige Jahre als professioneller DJ, dann als Fernfahrer für LKWs tätig.

Serge Menga hat vier Kinder und lebt in Essen-Rüttenscheid.

Politische Aktivitäten

2016

Nach den sexuellen Übergriffen in der Kölner Silvesternacht veröffentlicht Serge eine dreiminütige Videobotschaft, die von über sieben Millionen Menschen angesehen wurde. In dem Video erklärt er froh zu sein, in Deutschland leben zu dürfen, und das er kein Verständnis für die Täter habe und sie „einfach wieder nach Hause sollen; dort, wo gebombt und misshandelt wird.“ – das Video geht viral und kurze Zeit darauf kommen die ersten interviewanfragen an Serge.

Es folgen unter anderem mit Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen, der die Vorfälle verurteilt, mehr Prävention fordert und Menga für eine Mittlerrolle vorschlägt. Einige Tage später folgte ein treffen mit dem damaligen SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel, der kurz nach der Begegnung twitterte, dass Sprache der Schlüssel für gelungene Integration sei und man hier mehr investieren müsse.

Mitte 2016 stellt Menga einen Aufnahmeantrag bei der ‚Alternative für Deutschland‘. Er erklärt, die Partei habe ihn nach mehreren Gesprächen überzeugt – Zitat: „Das sind nicht alles nur Rechte.“ Nach Uneinigkeiten mit der Partei zieht Menga seinen Aufnahmeantrag zurück und tritt als Einzelkandidat bei den NRW Wahlen 2016 an und bekam in seinem Wahlkreis 600 Stimmen, was ungefähr 0.94 Prozent entsprach.



2017

Nachdem es in der Silvesternacht ’16 in Köln erneut zu Zusammenstößen zwischen gewaltbereiten Zuwandereren und der Polizei kam, lobte Menga das konsequente Vorgehen und nahm die Polizei gegen Rassismusvorwürfe in Schutz. Im Mai 2017 verröffentlicht Menga ein weiteres Video, in dem er einen kriminellen Asylanten spielt, der den deutschen Rechtsstaat verspottet. Das Video führte zu kontroversen Reaktionen auf Facebook und wurde über 313.000 Mal abgespielt. Einige Facebooknutzer sahen es als bittere Parodie deutscher Zustände, andere waren entsetzt und beschimpften Menga. In einem weiteren Video erklärte er einen Tag später, das erste Video sei eine Provokation gewesen, die die Deutschen aufwecken sollte. „Fakt ist, dass ein großer Teil der Menschen, die hier aufgenommen wurden, nicht mit guten Absichten ins Land gekommen sind.“ – Zitat Menga.

Mitte 2017 tritt Menga als Gastredner und selbsternannter ‚Quotenneger‘ auf einer AFD-Veranstaltung in Osnabrück auf. Er erklärte, er würde auch bei jeder anderen Partei auftreten, da er Gegensätze überwinden wolle. Im Juli 2017 gehört Menga zu den Gründungsmitgliedern der Partei ‚Das Haus Deutschland‘ (DHD).